DGVM-Nachwuchspreis 2024 verliehen
In jedem „geraden Jahr“ vergibt die DGVM einen wissenschaftlichen Nachwuchspreis, dotiert mit 10.000 €, zweckgebunden für weitere Studien. In 2024 sind es allerdings zwei Preise. Aus den Einsendungen wurden zwei sehr gute Bewerbungen von Nachwuchswissenschaftlern ausgewählt. Beide haben hervorragend geforscht und publiziert, und das zu hochaktuellen Themen: Frau Marica Hundertmark, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Forensische Toxikologie im Institut für Rechtsmedizin Mainz, Thema: „Differenzierung der Aufnahme von Medizinal-Cannabisblüten und Freizeitkonsum“ und Herr Marc Luginbühl, Dr. phil. Nat., Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Klinische Chemie des Universitätsspitals Zürich, Thema: „PEth als Alkoholkonsummarker“.
Herzlichen Glückwunsch an diese beiden, die Auszeichnungen und Urkundenübergaben erfolgten im Rahmen des Gesellschaftsabends beim Gemeinsamen Symposium der DGVM und DGVP in Freiburg am 27.9.2024. Über den Inhalt ihrer Forschungsarbeiten werden die Preisträger dann in 2025 auf dem Gemeinsamen Symposium in Nürnberg berichten.
Prof. Dr. med. Matthias Graw
Posterpreis 2023 an Dr. Thomas Franz
Anlässlich des 19. Gemeinsamen Symposiums der DGVM/DGVP vom 6./7.10.23 in Wien wurden neun sehr interessante Posterbeiträge aus den Bereichen Psychologie, Medizin und Toxikologie präsentiert. Der Posterpreis ging an Herrn Dr. rer. nat. Thomas Franz aus dem Forensisch Toxikologischen Centrum München für seinen Beitrag mit dem Titel „Hexahydrocannabinol (HHC) – Ein neues Problem für die Fahrsicherheit und Fahreignung“. Bei der Analyse eines sehr umfangreichen Kollektives von 5090 Blutserumproben von Verkehrsteilnehmern mit Hinweisen für einen Konsum von Cannabinoiden zwischen März und August 2023 wurde immerhin in 3,3 % der Fälle HHC aufgefunden, in 1,8 % der Fälle auch ohne THC-Konsum. Die Analyse auf HHC-Carbonsäure zeigte sogar eine Positivrate von 13,2 % auf. Auch bei 3132 Haaranalysen im Rahmen der Fahreignungsdiagnostik im entsprechenden Zeitraum war bei einer Positivrate von 8,2 % für THC in 0,7 % der Fälle HHC nachweisbar, in 0,7 % der Fälle auch ohne THC-Nachweis. Bei der Analyse von 73 sichergestellten Cannabisproben aus diesem Zeitraum wurden keine Hinweise für eine Anwesenheit von HHC erhalten. Bei Analyse von vergleichsweise großen Kollektiven weisen die Ergebnisse auf eine gewisse Relevanz von HHC hin.
Nachwuchspreis der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin für Mitarbeiterin der Rechtsmedizin München
Den diesjährigen Wissenschaftlichen Nachwuchspreis der DGVM überreichte Professor Matthias Graw, Präsident der DGVM, am 21.10.2022 an Frau Dr. Julia Mühlbauer. Der mit 10.000 Euro dotierte Förderpreis soll die von der Preisträgerin am Institut für Rechtsmedizin der LMU in der von Professor Peldschus geleiteten Arbeitsgruppe Biomechanik und Unfallforschung federführend durchgeführten Forschungen zur Etablierung von Validierungsgrundlagen für aktive Finite-Elemente Menschmodelle unterstützen.
Wissenschaftlicher Nachwuchspreis 2018
Wissenschaftlicher Nachwuchspreis 2016
Therese Fuchs, Doktorandin der Arbeitsgruppe für Biomechanik am Institut für Rechtsmedizin der LMU München, wurde mit dem wissenschaftlichen Nachwuchspreis der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin (DGVM) ausgezeichnet.
Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde ihr im Rahmen des 12. Gemeinsamen Symposium der Deutschen Gesellschaft für Verkehrspsychologie (DGVP) und der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin (DGVM) am 30.09.2016 von DGVM-Präsident Prof. Dr. Volker Dittmann persönlich überreicht.
Therese Fuchs ist nach Abschlüssen an der TU München (B.Sc.) und an der University of Surrey, England, (M.Sc. in Biomedical Engineering) seit Anfang 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungsgruppe für Biomechanik des Instituts für Rechtsmedizin. In ihrer Promotion beschäftigt sie sich mit der Entwicklung computergestützter, numerischer Menschmodelle für die Verletzungsprädiktion. Ziel ihrer Arbeit ist es, objektive Kriterien zu definieren, anhand derer sichergestellt werden kann, dass die Modelle das reale Verhalten des Menschen unter verletzungsrelevanten Belastungen wiedergeben. Durch den Beweis der biomechanischen Validität der Modelle können diese schließlich zur Auslegung von Sicherheitssystemen im Automobil wie Gurte und Airbags verwendet werden.
Preisträger des Wissenschaftlichen Nachwuchspreises
2014
Klaus Bauer, Institut für Rechtsmedizin München: Unfallrekonstruktion und Unfallforschung
Thomas Franz, Forensisch Toxikologisches Centrum GmbH München: Nachweis von Cannabiskonsum über 11-Hydroxy-Δ9-THC in Haarproben mittels HPLC-MS³
2013
Anja Wagner, Institut für Rechtsmedizin München, Biomechanische Modellentwicklung für die Verletzungssimulation unter Berücksichtigung anthropometrischer Einflussfaktoren
Danica Sabljic, Institut für Rechts- und Verkehrsmedizin Heidelberg: Fahrsicherheit bei Erwachsenen mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
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